Samstag, 2. September: Löschübung in zweifacher Hinsicht

Wer hätte das gedacht: Gut 100 Interessierte und mitunter auch Familien fanden sich am Samstag als 2. Festtag gegen 16 Uhr am Friedhofsparkplatz unweit des Festgeländes ein. Für die Feuerwehr-Einsatzabteilung "Biebertal Mitte" hieß es, einen Wohnzimmerbrand in einem dafür geeigneten Brandcontainer in den Griff zu bekommen. Geleitet vom Wehrführer Herbert Kirch (Feuerwehr Fellingshausen) und routiniert moderiert vom Biebertaler Gemeindebrandinspektor Marcel Hänsel wurde die Brandstelle gesichert, Schläuche ausgelegt und dem in Mitleidenschaft gezogenen "Wohnzimmer" mit Atemschutzausrüstung zu Leibe gerückt. Als nach knapp 30 Minuten der erfolgreiche Abschluss des Einsatzes verkündet wurde, brandete verdienter Beifall auf - sicherlich auch mit einer gewissen Erleichterung, bei uns in Biebertal nach und vielleicht auch gerade wegen der Neustrukturierung der Einsatzabteilungen geschulte, ehrenamtliche und gut ausgerüstete Brandbekämpfer:innen zu haben. Ein Hoch auf die Kommune, die eine solche Festellung für sich in Anspruch nehmen kann.

Anmerkung des Chronisten: Bei allem Respekt vor der Schlagkraft unserer Wehr: Wenn irgendwie machbar, sollte im Privatbereich für alte Möbelstücke oder gar komplette Zimmereinrichtungen die Entsorgung über die Sperrmüllabfuhr präferiert werden. Es sei denn, man verfügt über einen eigenen Brandcontainer ... !

Nur wenige Stunden nach Löschübung Teil 1 füllte sich das Festzelt am Gerätehaus in rasantem Tempo. Der Grund liegt auf der Hand: Dem Orga-Team des Festes war es im Vorfeld gelungen, die Original Münchholzhäuser Blaskapelle zu verpflichten. Schlugen am Nachmittag die Flammen hoch, so schwappten nach kurzer Startphase nunmehr die (Begeisterungs)Wellen in ungeahnte Höhen. Wer viel tanzt, jubelt und singt wird durstig: Löschübung Teil 2 war in der Folge angesagt und die "Flammen" konnte erst am frühen Morgen des Folgetages eingedämmt werden.

Ein Beispiel für die Begeisterung und hohe Identität der Bevölkerung mit "unserer" Feuerwehr sei am Rande erwähnt: "Selbst mal Feuerwehrfrau sein" hieß die Devise. Gesagt getan: Eben mal die Schutzanzüge der Söhne anprobiert, für modisch passend befunden und fleißig abgetanzt. - Dies freilich zu einem Zeitpunkt, da die Löschübung Teil 2 schon relativ weit fortgeschritten war.

Bei dieser Gelegenheit sei eine weitere Randnotiz erlaubt, die von stets positiver Haltung der Fellingshäuser Feuerwehrfrauen und -männer zeugt. Zelt und "Weingarten" waren am Samstag proppenvoll. Die Frage, ob die Besucher der am gleichen Tag in Vetzberg initiierten Musikveranstaltung (der Terminus "Gegenveranstaltung" wird vermieden) bei uns noch reingepasst hätten, erübrigt sich also. Wäre aber schön gewesen, wenn Vetzberg mit uns gefeiert hätte. Naja, Terminabsprachen sind vielleicht nicht so wichtig - oder doch? - Schwamm drüber; für die Festgemeinde unterhalb des Dünsbergs stand das Finale grande am Sonntag an. Und es wurde ein Finale grande!

Alle Bilder auf dieser Seite: Volker Mattern

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